Samstag, 21. Januar 2017

[ #naturwissen ] Physikalische Größen des Sports

Größen des Sports? Na klar, Benjamin Raich, Markus Rogan, Michaela Dorfmeister, Hermann Maier, Michael Schumacher.

Darum geht es hier nicht und so ist der "Humanfaktor" nur am Rande behandelt. Die Autoren von "maßstäbe" widmen sich den physikalischen Größen und den dazugehörigen Messverfahren. Der Sport, zumindest in seiner Form als Hochleistungs- und Profisport, lebt davon, dass vor ihm, in ihm und nach ihm gemessen wird, was nur irgend zu messen ist.

Da ist der Wettkampf selbst, etwa in der Leichtathletik, in dem kleinste Zeit- und Weitenunterschiede über Medaillen und Platzierungen entscheiden. Da ist das Sportgerät, das nicht nur im Falle des Motorsports, sondern vielmehr vom Schwimmanzug über den Fußball bis hin zum Weitsprung-Ski ein Hightech-Produkt ist. Und da ist der Sportler selbst, dessen körperliche Fitness ständig kontrolliert, dessen Körper auf unerlaubte Dopingmittel getestet wird.

Hat man diesen Gedanken des Messens im Sport erst einmal gefasst, fallen einem immer mehr Beispiele ein, aus denen klar wird: Die Leistungsspitze des Sports ist überhaupt nur vorhanden und auflösbar, weil eine entsprechende Messtechnik dahinter steht. Ein Ziel der Redaktion ist es, nicht nur von feinsinnigsten Forschungsergebnissen der Metrologie zu berichten, sondern diese Forschung auch im Spiegel des Alltags und der Anwendungen zu betrachten.

Hochleistungssport. Tolles Material also sowohl für Sportinteressierte und Zauberlehrlinge, für Physiker, für Lehrer und Studenten. Sport wäre heute gar nicht mehr denkbar ohne Hochleistungs-Messtechnik. Darum haben die "Experten in Sachen Messen" von der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) das Thema Sport für ihr populärwissenschaftliches Magazin "maßstäbe"gewählt. Dieses Heft (vergriffen, aber als PDF kostenlos herunterladbar) soll Schülern, Studenten und allen anderen Interessierten aufzeigen, wie innig Messtechnik und Alltagsleben miteinander verknüpft sind. In dieser Ausgabe also: die Spiegel des Sports mit einer Auswahl der unterschiedlichsten Sportarten zu Wasser, zu Lande und in der Luft. (Download siehe unter "Links")

Maßstäbe. Aber ein typisches Wissenschaftsmagazin sind die "maßstäbe" nicht. Wer erwartet schon eine Glosse, ein fiktives Tagebuch oder eine Erzählung aus der objektiven Welt der Naturwissenschaften. Die "maßstäbe" scheuen die Mischung nicht: Journalistisch sind die Stilformen, wissenschaftlich die Fakten. Wer's glaubt oder nicht: Es gibt wirklich ein Sportgerät namens Unterwassertretboot, einen "süßen Punkt" beim Tennis oder die Starterpistole, aus der kein Schall kommt.

Erfolgsgeschichten der Wissenschaft. Sportler und Wissenschaftler vollbringen immer wieder Unglaubliches: Wenn Apnoetaucher ohne Sauerstoffflasche 30 Meter tief tauchen und sich am Boden des eisigen Sees Blut abzapfen lassen, dann ist das eine Erfolgsgeschichte aus beiden Disziplinen zugleich. Und es zeigt, dass Messtechniker – im Dienste des Sports – selber sportliche Höchsteistungen vollbringen. Das gilt auch für die offiziell bestellten "Big Brothers", die vor Skisprungwettbewerben Kameras in hohen Bäumen anbringen müssen, um hinterher jedes Detail des Sprunges zu analysieren. Dass die Skisprung-Experten für einige ihrer Messungen Schnee überhaupt nicht brauchen können, ist nur ein Detail am Rande.

Nachschlagewerk. Jede Menge Details über Sportgeräte, Sportler und einzelne Sportarten – zu Wasser, zu Lande und in der Luft – haben die maßstäbe-Autoren aufgetan. Zu den bunten Geschichten, die dabei entstanden sind, gesellt sich jeweils eine "Größe des Sports". In einem Infokasten erfährt der Leser unter anderem einiges über die dazugehörige Messtechnik und deren Einsatzbereiche auch über den Sport hinaus. Damit kann das Heft – zusätzlich zum reinen Lesevergnügen – auch als Nachschlagewerk werden.



 [ #MINTsprint ] 


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