Freitag, 12. August 2016

[ #naturwissen ] Thema: Synthetische Biologie

Die Erbsubstanz ist das wichtigste molekulare Baumaterial, mit dem Bioingenieure Zellen mit neuen Eigenschaften konstruieren wollen. 

Im Unterschied zur Gentechnik werden nicht nur z. B. einzelne Gene von Organismus A zu Organismus B transferiert, sondern das Ziel der synthetischen Biologie ist es, komplette künstliche biologische Systeme zu erzeugen. Diese Systeme sind der Evolution unterworfen, sollen aber bis zu einem gewissen Grad „mutationsrobust“ gemacht werden.

Die synthetische Biologie ist ein Fachgebiet im Grenzbereich von Molekularbiologie, organischer Chemie, Ingenieurwissenschaften, Nanobiotechnologie und Informationstechnik. Sie wird von einigen ihrer Vertreter als die neueste Entwicklung der modernen Biologie bezeichnet.

Im Fachgebiet synthetische Biologie arbeiten Biologen, Chemiker und Ingenieure zusammen, um biologische Systeme zu erzeugen, die in der Natur nicht vorkommen. Der Biologe wird so zum Designer von einzelnen Molekülen, Zellen und Organismen, mit dem Ziel biologische Systeme mit neuen Eigenschaften zu erzeugen.


Dossier. Synthetische Biologie ist heute im Wesentlichen noch Grundlagenforschung. Allerdings eröffnet sie mittelfristig auch Möglichkeiten für biotechnologische Anwendungen – von Diagnostika, Impfstoffen und Medikamenten über Biosensoren bis hin zu Biokraftstoffen. Ein Online-Dossier gibt einen Überblick über aktuelle Konzepte und mögliche Anwendungen, über die gesellschaftliche Debatte und wie sich die Synthetische Biologie derzeit fortentwickelt.

1 Womit beschäftigt sich die Synthetische Biologie?
2 Der Ingenieursblick auf biologische Systeme
3 Arbeitsfelder – Woran Bioingenieure forschen
4 Anwendungsbeispiele: Blick in die Zukunft
5 Der Studenten-Wettbewerb iGEM
6 Ethische, gesellschaftliche und rechtliche Aspekte
7 Wer forscht in Deutschland zur Synthetischen Biologie?
8 Förderung der Synthetischen Biologie im Überblick
9 Exkurs: Synthetische Biologie in der Kunst

[ #MINTsprint ]

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