Montag, 21. November 2016

[ #naturwissen ] Kaspar-Hauser-Tiere

Die Deprivationsforschung bezieht sich u.a. auf Kaspar Hauser. Um festzustellen, welche Verhaltensweisen ererbt und welche erworben werden, werden Tiere in "Isolationshaft" aufgezogen, in der sie keinerlei Erfahrungen machen können.

Die so ausgeführten "Kaspar-Hauser-Experimente" mit den ebenfalls als "Kaspar-Hauser-Tiere" bezeichneten Versuchsobjekten erklären den wissenschaftlichen Beobachter anhand der richtig und ohne Lern- oder Erfahrungsvorgang ausgeübten Verhaltensweisen, welche dem Erbe und welche der Erfahrung (Lernen) zuzuordnen sind.



Sind auch aus ethischen Gründen Kaspar-Hauser-Versuche bei Menschen nicht möglich, so gelten die Folgen von dauerhafter Isolation auch bei Menschen erfahrbar: Erfahrungsentzug führt zu Verhaltensstörungen. Bei Fehlen sämtlicher sozialer Kontakte treten schwerste Verhaltensstörungen wie Teilnahmslosigkeit, Bewegungsunruhe und Unfähigkeit zu normalen Sozialverhalten auf (Hospitalismus). Rückschlüsse auf normales Verhalten sind nicht mehr möglich.


[ #MINTsprint ]

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