Sonntag, 4. Juni 2017

[ #naturwissen ] Glossar: Außergewöhnliche biologische Gefahren (ABiG)

Mit „ABiG“ – das Kürzel steht für außergewöhnliche biologische Gefahren – bietet das Robert-Koch-Institut einen Internetauftritt zu besonders gefährlichen Erregern, einschließliche einer Datenbank und eines Glossars an.

CBRNE. Gefahrenlagen, die durch den Einsatz bestimmter Substanzen oder Agenzien (krank machender Faktor) entstehen, können natürlich bedingt sein, unbeabsichtigt oder gezielt verursacht werden. Unterschieden werden diese nach dem auslösenden Stoff: chemisch - biologisch - radiologisch - nuklear - explosiv.


Als biologische Gefahren werden im Rahmen des Bevölkerungsschutzes und der Gefahrenabwehr Situationen oder Sachlagen bezeichnet, in denen aufgrund der vorsätzlichen oder fahrlässigen Freisetzung beziehungsweise der natürlichen Verbreitung von biologischen Agenzien das Risiko von erheblichen negativen Auswirkungen für Menschen oder für die Umwelt besteht. Als biologische Agenzien gelten dabei Toxine sowie pathogene Mikroorganismen wie Bakterien, Viren und Pilze. Für biologische Gefahren typische Szenarien sind die Verwendung biologischer Agenzien bei terroristischen Anschlägen, die versehentliche Freisetzung durch Labor- oder Transportunfälle, der Ausbruch von Tierseuchen sowie das epidemische Auftreten von menschlichen Infektionskrankheiten aufgrund von Hygieneproblemen oder anderen Mängeln in der Vorbeugung.
  • An welchen Symptomkonstellationen erkennt man eine mögliche außergewöhnliche Biologische Gefahrenlage?
  • Welche Maßnahmen sind im Seuchenfall nötig?
  • Welche "Alarmzeichen" könnten auf einen bioterroristischen Hintergrund hindeuten?
Zentrum für Biologische Gefahren und Spezielle Pathogene (ZBS). Die Folgen einer Freisetzung oder eines natürlichen Ausbruchs hoch pathogener Agenzien können schwerwiegend sein. Deshalb beschäftigt sich das Zentrum für Biologische Gefahren und Spezielle Pathogene (ZBS) des Robert Koch-Instituts mit anwendungs- und maßnahmenbezogener Forschung, u.a. in den Bereichen Epidemiologie, Diagnostik, Prävention sowie Risiko- und Krisenmanagement. Ziel ist es, Erkrankungen und deren Ausbreitung zu verhindern und dadurch die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen.

Zu dem Glossar liefert die Website weitere Hintergundinformationen und eine Datenbank vermittelt Fakten zu 18 Erregern.

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